Demo: „Weg mit dem Knast“

Mahnwache für ermordete Jugendliche

Am Freitag dem 29. Juli findet eine Mahnwache der Jusos Bergstraße auf der Bensheimer Mittelbrücke statt, um den Opfern der Terroranschläge in Norwegen zu gedenken. Beginn ist 17:20 Uhr.

Wir rufen dazu auf, sich an dieser zu beteiligen, um ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsradikalismus zu setzen. Wir möchten unsere Solidarität und unser Mitgefühl mit den Norwegischen Genoss_innen und ihren Familien & Freund_innen ausdrücken und die Bedeutung von entschlossenem, antifaschistischem Engagement betonen.

Her mit dem Jugend- und Kulturzentrum … sofort!

Jukuz

Am 19.03. um 16:00 Uhr veranstalten wir eine Demonstration in Bensheim gegenüber dem Bahnhof auf dem Sparkassenvorplatz.

Am 16.03. findet im Alten Faktoreikeller (ebenfalls Bensheim) eine Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo am 19. (s.o.) Es wird einen Inputvortrag über selbstverwaltete Jugendzentren im Saarland geben. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Aufruf
Stadt Bensheim

Das Bensheimer Stadtbild ist geprägt von jungen Menschen, die dort wohnen, tagtäglich nach Bensheim pendeln, um eine der vielen weiterführenden Schulen zu besuchen oder dort auch ihre Freizeit verbringen. Doch außer dem sogenannten Juz am Bahnhof gibt es hier wenig offene Treffpunkte für diese über 10000 Schüler_innen. Dieses, von der Stadt verwaltete Juz, ist jedoch auf eine Zielgruppe unter 15 Jahren ausgelegt und bietet darüber hinaus keine Möglichkeit zur Mitgestaltung. Außerdem stellt dieser Raum aufgrund seiner Aufmachung und seines Standorts eine unattraktive Lösung dar, weshalb er auch selten genutzt wird. Diverse Kneipen und schicke Cafés zieren zwar das Stadtbild,doch sind diese oftmals nicht im Rahmen des Budgets der Jugendlichen. Diese Form von Konsumzwang bestimmt die Art und Weise, wie der Nachmittag gestaltet wird.
Partylocation und Jgendforum

Thorsten Herrmann, Bürgermeister der Stadt Bensheim (CDU) und Matthias Schimpf, Stadtrat der Grünen Liste Bensheim, luden zwischen 2007 und 2010 zu verschiedenen Jugendforen ein, bei denen die Bedürfnisse der Bensheimer Jugendlichen zum Ausdruck kommen sollten. Über einen Zeitraum von zwei Jahre hinweg wurde während dieser Treffen über ein Jugendzentrum diskutiert.

Im Laufe der Diskussion wurde von Herrn Schimpf und der »Jungen Union Bensheim« der Vorschlag für eine Partylocation in Bensheim eingebracht. In einer Art städtischen Diskothek sollten Jugendliche gelegentlich feiern dürfen. Um die Kosten für so eine Ort möglichst gering zu halten, sollten keine Pädagog_innen eingestellt, nicht einmal ein pädagogisches Konzept erarbeitet werden. Es ist also nicht verwunderlich, dass dieser verkürzten Vorschlag nach einen halben Jahr aus den Planungen verschwand. Weitere Jugendforen fanden nach dem Scheitern dieser Gespräche aus uns unbekannten Gründen nicht mehr statt.
Dialog als Waffe

Scheinbare Partizipationsmöglichkeiten wie die sogenannten »Jugendforen« werden gerne von Bürgmeister_innen und Stadtverordnet_innen genutzt, um ihre Bürger_innenähe auch für Jugendliche darzustellen. Häufig dienen diese allerdings nicht dazu die Meinungen der Jugendliche in das politische Geschehen der Stadt einzubinden, sondern lediglich als Legitimation für die städtische Jugendpolitik. Der Bürger_innen und der Öffentlichkeit wird auf diese Weise vermittelt, dass es keine Probleme für Jugendliche gibt.

Partizipation von Jugendlichen sollte ernst gemeint sein. Jugendliche brauchen Zeit, Raum und Verantwortung, um ihre Interessen artikulieren zu können. Es ist logisch dass Jugendliche wenige Möglichkeiten haben ihre Wünsche ernsthaft zu äußern, wenn es offensichtlich ist, dass die Stadt eigentlich kein ernsthaftes Interesse an ihren Ansichten und Bedürfnissen hat.
Forderungen

Wir wollen nicht länger hin gehalten werden. Seit über 10 Jahren gibt es kein geeignetes Jugendzentrum in Bensheim. Daher soll schnellst möglich ein Objekt gefunden werden, dass zu einem Jukuz umgebaut wird. Dies soll eine städtische Grundfinanzierung erhalten. Für genauso wichtig erachten wir, dass das Jukuz in Selbstverwaltung organisiert wird. Wir wollen selbst bestimmen wie das Leben in diesen Räumen gestaltet wird.

Wir wollen ein Jugendkulturzentrum, in dem Freizeit ohne Konsumzwang möglich ist. In letzter Konsequenz ist uns wichtig zu betonen, dass der Diskurs um ein Jugendzentrum als bestes Beispiel dafür dienen kann, dass die Bedürfnisse der Jugendlichen in Bensheim täglich untergraben werden. Daher fordern wir, dass wirkliche Partizipationsmöglichkeiten geschaffen werden, in denen Jugendlichen selbstorganisiert ihre Interessen äußern können.

Wir als Linksjugend [’solid] Bergstraße unterstützen den Aufruf von JUKUZ BENSHEIM e.V.

19. Januar, Veranstaltung Dresden

Am Mittwoch den 19. Januar lädt die linksjugend [’solid] Bergstraße zu einer Infoveranstaltung ein. Anlass ist die Mobilisierung zu den Blockaden gegen den anstehenden Naziaufmarsch in Dresden am 19. Februar. Michael Weiß vom „Antifaschistischen Pressearchiv und Informationszentrum“ wird zum Thema „Mythos Dresden“ für die Naziszene sprechen und über rechte Aktivitäten in der Rhein-Main Region informieren. Beginn ist ab 19 Uhr im Faktoreikeller in Bensheim, Nähe Bürgerbüro
Willkommen sind alle Interessierten, rechte Pappnasen ausgenommen.

Weitere Infos zum Thema Dresden:

http://no-pasaran.mobi/

http://www.dresden-nazifrei.com/

Peinliche Pannenserie

    Folgen einer unverantwortlichen Atompolitik:

Die von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke ist noch keine zwei Monate her, da kommt eine neue Pannenserie in deutschen AKWs und Atommülllagern ans Tageslicht. Nicht, dass diese skandalösen Zustände neu wären, doch da Bundesregierung und Atomlobby ja nicht müde werden die Sicherheit ihrer Meiler zu betonen, schadet es nicht immer wieder auf die Missstände hinzuweisen!

Die Nachrichtenagentur „dapd“ berichtete Anfang der Woche von meldepflichtigen Zwischenfällen in den bereits seit geraumer Zeit abgeschalteten Meilern Krümmel und Brunsbüttel, die beide von Vattenfall unterhalten werden. Es handelte sich um defekte Kühlwasserpumpen.

Auch RWE musste Sicherheitsmängel im AKW Biblis, in Südhessen vermelden. Hierbei handelte es sich um ein Leck im Nebenkühlwassersystem.

Die drei genannten Ereignisse sind Einzelbeispiele aus hunderten von Unfällen und Pannen, die jedes Jahr in Deutschland passieren. Für sich alleine genommen stellen sie keine Bedrohung für Mitarbeiter_innen und Anwohner_innen dar. Sollte sich allerdings eine Verkettung solcher Ereignisse ergeben, kann dies zum Austritt von radioaktiver Strahlung, zur Verseuchung von Flüssen und Landstrichen, zur Verstrahlung von Mitarbeiter_innen oder anderen Fiaskos führen. Atomkraft ist keine sichere Technologie und wird es auch nie sein!

Abgesehen davon ist neben dem Problem mit den Kraftwerken selbst die Frage der Atommüllendlagerung immer noch ungelöst. Die letzten Polizeieinheiten sind kaum aus dem Wendland abgezogen, da rollt schon der nächste Castortransport aus einer französischen Forschungseinrichtung ins mecklenburgische Lubmin.

Passend dazu berichteten die Tageszeitung „taz“ und der Radiosender „hr info“ heute über einen erhöhten Austritt an kontaminiertem Salzwasser aus dem Zwischenlager „Asse“. Täglich acht Liter müssen dort abgefangen werden.

Linksjugend [’solid] Hessen fordert die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke und den Stopp der Castortransporte, bis die Endlagerfrage geklärt ist. Wir lehnen sowohl die aktuelle Atompolitik ab, als auch den faulen Atomkompromiss der unter der rot-grünen Bundesregierung beschlossen wurde.

Wir kämpfen für lokale, nachhaltige Energieerzeugung in öffentlicher Hand. Nur wenn keine Profitinteressen bestehen, kann von Nachhaltigkeit gesprochen werden.

An dieser Stelle solidarisieren wir uns mit allen Aktivist_innen, die bei den Protesten gegen den Castortransport Repressionen erfahren haben. Nicht die Demonstrant_innen, Blockierer_innen und Schotter_innen sind kriminell, sondern die Konzerne, die den Müll produzieren und die Politik, die dies ermöglicht.

Wir wünschen allen Menschen an und auf den Gleisen viel Glück und Durchhaltevermögen gegen den bereits rollenden, nächsten Castortransport!“






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